Gründergeschichten:

"Da haben wir´s einfach gemacht!"

Ein Interview mit Arnulf Romann, von Rasko Peric, Marketing Manager efcom gmbh.

 

R. Peric: Wie kann man sich das Zustandekommen von efcom vorstellen? Sprich: Wer kannte wen und wie fand man zusammen?

 

A. Romann: Das war im Prinzip wenig spektakulär. Bodo, Detlev und ich haben damals zusammen in einer Firma gearbeitet, in Langen. Aber mit der Zeit zeichnete sich ab, dass das Unternehmen nicht sehr erfolgreich bleiben wird und da hat jeder Ausschau gehalten nach was anderem. Bodo hatte schon in dieser Zeit eine erste Lösung für Factoring entwickelt, aber das war noch nicht ganz ausgegoren. Wir haben dann zu dritt beschlossen: Lasst uns da selbst was machen. Es fehlte uns nur noch jemand, der das professionell entwickeln konnte.

 

R. Peric: Martin Hug…

 

A. Romann: Genau, ich habe mich dann im Bekannten- und Freundeskreis umgehört, ob jemand jemanden kennt, der Lust hätte an einem Projekt mitzumachen. Wie man das halt so macht. Und da haben wir zuerst mit dem Bruder von Martin Hug gesprochen. Der wiederum hat uns dann an Martin verwiesen und es kam eins zum anderen.

 

R. Peric: Was war die eigentliche Initialzündung für efcom?

 

A. Romann: Das war zum einen die Erkenntnis, dass wir als Angestellte in dem Unternehmen nichts mehr erreichen konnten. Und zum einen gab es die Idee, mit Factoring-Software etwas auf den Markt zu bringen, was es in Deutschland damals noch nicht gab. Beides hat bei uns für die entscheidende Motivation gesorgt und da haben wir´s einfach gemacht!

 

R. Peric: Aber da gab es doch auch Risiken?

 

A. Romann: Natürlich, wie bei jeder Neugründung. Nur hatten wir das Glück, dass wir uns ein gewisses Finanzpolster durch andere Tätigkeiten aufbauen konnten. So waren wir etwas abgesichert. Aber die Sache war trotzdem kein Selbstläufer und jeder von uns hat ziemlich viel Energie reingesteckt. Irgendwann ging es dann endlich los und wir hatten die ersten Kunden akquiriert.

 

R. Peric: Hätten Sie sich denn vorgestellt, dass efcom in so kurzer Zeit den gesamten Markt in Deutschland prägen würde?

 

A. Romann: Nein, überhaupt nicht. Unsere Strategie war eher, dass wir uns zuerst auf die kleinen Unternehmen konzentrieren und so einen Namen aufbauen. Erst dann wollten wir die Größeren bearbeiten. Aber es kam doch anders und wir hatten relativ schnell relativ große Unternehmen als Kunden. Es war wie eine Welle, die dann mehr oder weniger auf uns einbrach.

 

R. Peric: Von der Welle wurden Sie lange getragen, bis 2008 ungefähr.

 

A. Romann: Ja, dann kam die Finanzkrise und hat ja nicht nur uns geschadet, sondern den gesamten Markt total verändert. Danach waren alle zurückhaltend, viele Verträge wurden storniert – das war ja auch verständlich. Für uns war es auf jeden Fall eine schwierige Zeit.

 

R. Peric: Die efcom dann aber ganz gut gemeistert hat?

 

A. Romann: Wir hatten an der Finanzkrise zu knabbern. Und es hat sicher so an die zwei Jahre gedauert, bis wir wieder halbwegs dort waren, wo wir eigentlich hinwollten. Wir haben uns Schritt für Schritt vorgearbeitet. Momentan stehen wir wieder gut da. Und darauf kann man schon stolz sein, wie ich finde. Alle unsere Mitarbeiter haben dazu beigetragen, dass efcom weiterhin zu den Top-Anbietern im Bereich Factoring-Software gehört, nicht nur in Deutschland, sondern auch europaweit.

 

R. Peric: Herr Romann, vielen Dank für das Gespräch.

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